00:00:00: Hallo und
00:00:02: herzlich willkommen zu
00:00:30: einer neuen Folge Eierlikör & Jugendhilfe.
00:00:32: Wir sitzen hier wieder zur Dritt.
00:00:35: Schön, dass ihr da seid und schön das ihr zuhört!
00:00:41: Ich begrüße dir klassisch, nicht mehr irritierend.
00:00:43: Okay!
00:00:44: Nicht mehr irritieren wir sind nämlich auch heute nicht in einem so ja.
00:00:48: doch es irritiert vielleicht auch das Feld und ich möchte vorab noch einmal was los werden zur letzten Folge und daran anschließen.
00:00:53: Wir waren nämlich in der letzten Folge bei der systemischen Haltung unterwegs von Studierenden oder
00:00:59: K.I.,
00:00:59: die macht da immer systematisch raus, das möchte ich noch einmal kurz anschließen...
00:01:04: Das irritiert mich!
00:01:06: Wenn ihr systematische Haltung in der sozialen Arbeit lest, dann war es die K. I. Und wir kommen heute zu einem ganz anderen System oder einer ganz anderen Ausrichtung der Kinder- und Jugendhilfe, nämlich zur klinischen Kinder-und-Jugendhilfe.
00:01:24: Ich freue mich, dass wir mal über diesen Bereich sprechen, der uns vielleicht doch eher ein bisschen mir jedenfalls.
00:01:32: Ich kann für mich nur sprechen, ein bisschen fremd
00:01:34: erscheint.".
00:01:36: Ja, das geht mir auch so und gleichzeitig... Also ich glaube es liegt auch daran weil wir alle drei unter eine ähnliche, sag' ich mal Herkunft fliegen.
00:01:47: jetzt komisch also akademische Herkucht berufe die ja genau.
00:01:50: Wir sind alle sehr sozialpädagogisch orientiert und da nicht so sehr sozialarbeiterisch ... in Aachen bei uns auch den klinisch-therapeutischen ... ... Master in sozialer Arbeit.
00:02:01: Und da habe ich mich erst mal ein bisschen mit diesem Thema beschäftigt, weil vorher ist mir das in die Begegnung.
00:02:05: Man kann sich den Begriff Klinische Jugendhilfe?
00:02:09: Also als soziale Arbeit ja!
00:02:11: Aber klinische Jugendhilfe nochmal speziell...
00:02:13: Also ich hatte mal so einen Träger auch gelesen, als ich mir irgendwann bewerben wollte.
00:02:17: Da bin ich aber nicht hingegangen.
00:02:18: Aber da habe ich mich kurz damit auseinander gesetzt, aber sonst auch wirklich nicht.
00:02:23: und deswegen möchte ich unsere Zuhörenden weil du das gerade sagtest mit unserer Herkunft einmal davor warnen dass wir ein bisschen ja aus der gleichen Richtung kommen und dass wird deswegen das Thema vielleicht nicht in seiner Breite darstellen wie wir es Wir müssten, wenn vielleicht auch andere Perspektiven mit am Tisch wären.
00:02:42: Also wir sind so sehr aus der gleichen Richtung da geprägt und deswegen Warnung es wird vielleicht ein bisschen einseitig?
00:02:50: Nein?
00:02:51: Ja vor allem wahrscheinlich nicht in diese methodisch technischen Tiefen konkret weil ja alle jetzt keine Klinikerinnen sind sondern wir haben sozialpädagogische Perspektive auf Kinder- und Jugendhilfe.
00:03:02: trotzdem finde ich spannend das heute mal zu diskutieren.
00:03:04: also das ist ja durchaus.
00:03:06: Aber selbst in der Psychologie, wo es ja sehr dicht ist gibt es ja auch unterschiedliche Richtungen.
00:03:11: Da gibt es da auch die klinische Psychologie.
00:03:12: Das sind die, die sich mit Störungsbildern und so weiter beschäftigen.
00:03:15: Und das brauchen wir auch dann, die die in die therapeutische Richtung weitergehen.
00:03:18: Also auch innerhalb der Psychologie gibt es dann mal Unterschiede mit einer klinischen Perspektive.
00:03:23: Die meint immer eine sehr stark an diagnostisch störungsorientierten Bildern.
00:03:30: Trotzdem begegnet uns im Alltag durchaus auch junge Menschen ... die Kontakte haben, sowohl zur Psychotherapie als auch zu Kinder- und Jugendpsychiatrie stationär.
00:03:41: Also es ist lohnt es sich glaube ich schon mal das ein bisschen aufzudröseln... ... und zu gucken was sind eigentlich die Unterschiede?
00:03:47: Wie sieht das aus mit Zusammenarbeit?
00:03:49: Was sind so die dahinter sich verbergenden... ... Annahmen und Grundrichtungen?
00:03:54: Ich sage mal wir haben ja auf der einen Seite das Naturwissenschaftlich da wo die Psychologie einzuordnen ist.
00:03:59: Und wir kommen hier eher so aus den Sozial- und Gesellschaftsgeisteswissenschaften.
00:04:03: Das macht ja schon einen Unterschied auch in der ganzen Denke.
00:04:08: Ja, absolut und vielleicht steigen wir einfach mal darüber ein um zu gucken.
00:04:13: also was ist denn jetzt für euch eigentlich so der Unterschied zwischen Kinder- und Jugendhilfe?
00:04:16: Und ich sage mal wenn wir jetzt dann ins Gesundheitssystem wirklich jetzt mal ganz klar gehen und sagen Kinder-und Jugendlichen Psychiotherapie, Kinder und Jugendliche Psychiatrie wo sind da vor euch auf den verschiedenen Ebenen die Unterschiede?
00:04:31: Einfach nur so als man aus eurem Praxisnähkästchen geplaudert.
00:04:35: Also ich würde schon sagen, ich kann das andere besser beschreiben noch was die brauchen ja immer sozusagen eine Diagnose ohne Diagnos keine Therapie.
00:04:46: So natürlich gibt es dann erste Sitzungen wo man so ein bisschen sondiert schon mal aber ich sag mal für eine langfristige Unterstützung psychotherapeutisch psychiatrisch brauche sozusagen eine diagnostiker in einem Nese.
00:05:00: und da sind wir in der Jugendhilfe ja was Diagnostik angeht Vielleicht würden wir dann eher von Fall verstehen, sprechen.
00:05:08: Da gibt es ja gewisse Vorbehalte auch gegenüber dieser diagnostischen Perspektive
00:05:14: oder?
00:05:15: Gerade aus der systemischen Sichtweise, weil wir eine Offenheit haben und wenn man so Leute in Diagnosen aufgeteilt hat, dann fällt das erstmal weg.
00:05:26: Weil er erklärt sich dies, dass und der darf nur so handeln.
00:05:30: Dann sind wir schnell in diesen Komplettierungsdynamiken, die wir auch in der letzten Folge hatten.
00:05:35: Was halt so für Krankheitsbilder spricht und deswegen bin ich dann in der Kinder- und Jugendhilfe immer ein bisschen ... Ich möchte mehr mit Offenheit noch mal ran gehen.
00:05:45: Und was war nochmal die Frage?
00:05:47: Die Frage war sozusagen, wo es in der Praxisberührungspunkte gab.
00:05:50: Da wollte Maikler mir hier rauf lassen.
00:05:51: also ich sage mal so wie uns begeht ja schon junge Menschen bei denen wir an unsere Grenzen kommen vielleicht oder wo man anders vielleicht besser formuliert sagt da ist die Unterstützung die wir durch unser Angebot leisten können mit dem Kinder- und Jugendhilfe nicht ausreichend um den Bedürfnissen dieses jungen Menschen gerecht zu werden.
00:06:09: Genau und da gibt es auf jeden Fall, würde ich auch sagen eine Kinder- und Jugendhilfe einfach grenzen die wir auch anerkennen sollen.
00:06:15: Und wir sind ja hoffentlich gut darin.
00:06:16: Ich würde immer Kinder und Jugend Hilfe sehr gut darinnen sehen dass sie auf Grenzen hinweisen kann und dann noch auf andere stelle verweisen kann.
00:06:23: das wirklich auch ist die riesige Chance der inklusiven Kinder-und-Jugendhilfe weil wir wissen wann wir andere helfen den Systeme dazu ziehen müssen.
00:06:31: und Das ist aber so ein bisschen in der Klinik ... braucht es halt genau diese Eintrittskarte noch mal mehr, die Eintrittskarte der Diagnose.
00:06:42: Und trotzdem gibt es ja auch so ... ... Psychotherapien oder Therapien, therapeutische Settings...
00:06:51: ...die
00:06:51: ohne offizielle Diagnosen erst einmal funktionieren.
00:06:54: wenn ich viel Geld auf den Tisch lege?
00:06:59: Also
00:07:01: ich mich als Frage was jetzt auch bei euch schon ein bisschen enthalten war ist ja also ich habe mich jetzt auch Mir ist das irgendwann mal begegnet mit der klinischen Jugendhilfe und ich hab die halt auch so wie ihr gar nicht so richtig auf dem Schirm gehabt.
00:07:11: Und die wird an anderen Stellen schon auch Souveräner vertreten, dass ich's okay wenn man sich schon lange mit Jugendhilfen beschäftigt ist es halt spannend.
00:07:18: Die Frage ist ja jetzt an dieser Stelle, halten wir hier die Grenzen des Systeme ein oder sagen wir das eine?
00:07:24: Ich sag ganz häufig weiß nicht ob euch das auch so geht, dass Jugendhilfemunters eher so gesundheitswesen nachmachen.
00:07:28: Ganz häufig wird ihr auch kritisiert, wird ihr bei... Ich glaube, es gibt auch eine Region.
00:07:34: Ich glaube in Berlin machen jetzt zum Teil das die ja auch über den... ...Gabe XXII und hilft zur Erziehung auch sehr klinische Angebote da anbinden können.
00:07:43: Also es gibt immer wieder Versuche diese Brücke zu bauen.
00:07:47: Das sind zwei getrennte Systeme und da kann man ja aus einer fachlichen Logik schon sagen okay geht das so eigentlich?
00:07:53: Also reicht es wenn wir sagen Wir halten jetzt so den Bildungserziehungs- und Entwicklungsauftrag.
00:08:00: Den tragen wir so voran Oder scheitert das nicht zwangsläufig an der Realität, weil natürlich Kinder und Jugendliche gerade in besonderen Lebenskontexten auch in Arbeitsfeldern, dann in einer stationären Jugendhilfe Traumatisierung haben, psychische Auffälligkeiten haben usw.
00:08:14: Also haben wir in der Jugendhilf-, und da kommen wir glaube ich zu dem entscheidenden Punkt den wir diskutieren können heute- Haben wir einen eigenen klinischen Auftrag?
00:08:21: Das finde ich spannend.
00:08:24: Pau!
00:08:24: Das ist doch eine schwierige Frage.
00:08:25: also ich sag mal... Ganzheitlichen Blick und Kooperation mit diesem System, da sind wir uns glaube ich alle einig.
00:08:31: Da müssen Ebenen oder Wege geebnet werden die es erleichtern.
00:08:36: Es gibt ja auch verschiedene wie du schon gesagt hast Städte Länder die verschiedene Sachen ausprobieren wo verschiedene Disziplinen dann zusammenkommen und gemeinsam sozusagen sich auf den Weg machen.
00:08:46: Da sind wir alle einigt dass das brauche ist und das gehört zur Professionität dazu aber ob wir jetzt in unserem spezifischen Jugendhilfe Instrumentarium Qualifizierung dafür.
00:08:59: Es ist die Frage, wie viel medizinisch-therapeutisches Wissen auch über Störungsbilder brauche ich und wo es dann die Grenze tatsächlich weitergeht?
00:09:09: Also ich würde schon soweit gehen zu sagen natürlich braucht es dieser professionelle Blick sollte auch umfassen dass ich erkennen kann, wo jemand eine weitere andere Unterstützung benötigt.
00:09:21: Dafür muss ich ja ein gewisses Wissen mitbringen.
00:09:25: Ich würde aber schon auch warnen davor ... dann selber in so eine therapeutische Richtung zu gehen.
00:09:32: Ich sag mal, es gibt ja so Traumapädagogik... Na das geht ja alles schon ein bisschen in diese Richtung mit rein und ich tue mich da schwer mit!
00:09:39: Und ich finde auch wahnsinnig wichtig anzuerkennen was sind die Grenzen von mir in meiner Profession?
00:09:45: Qualifikation hier
00:09:46: auch?
00:09:46: Ja, was sind einfach die Grenze da und das auch auf dem Schirm zu halten und ich bin jetzt nicht kleine Therapeuten oder so sondern ich bin Sozialarbeiterin und kann das oder dass Und ich erkenne meine Grenzen an und ich glaube, da sind wir eigentlich sehr gut drin.
00:10:00: Das können viele und das können auch unsere Studierende.
00:10:03: Auch wenn die oft sagen, ich weiß es nicht aber das ist doch gerade die Chance in der Kinder- und Jugendhilfe, in der sozialen Arbeit steckt dass wir Grenze anerkennen und das wir nicht meinen.
00:10:12: Wir sind die überspitzgesagt Männerin Weiß, die ja jedes Problem lösen können alleine.
00:10:18: Du könntest
00:10:19: natürlich auch so argumentieren, wer bei uns jetzt unsere adressarten Gruppe anguckt dann spielen natürlich psychische Herausforderungen Erkrankung eine zunehmend größere Rolle und betreffen schon einen signifikanten Anteil von vielleicht zwanzig-fünfundzwanzig Prozent, wenn man so Richtung Depressionen guckt und sich der aktuelle Jugendstudien anguckt.
00:10:37: Thema Einsamkeit auch psychosomatische Erkranken bei der Kopfschmerzen Bauchschmerz, da gibt es das THK Gesundheits oder Präventionsradar nennt sich das glaube ich wo wirklich sehr viele junge Menschen davon sprechen dass sie Schlafstörungen haben.
00:10:53: Und da ist schon die Frage bei Schlafstörung, okay.
00:10:57: Da kann ich natürlich noch ein bisschen Tipps geben und kann sagen, okay überlegt doch mal einen geregelten Tagesablauf, Medien ... Rituale?
00:11:04: Da würde ich sagen, fühle ich mich sicherer drin.
00:11:07: Wenn es dann Richtung Kopfschmerzen geht, Ausgleich
00:11:11: usw.,
00:11:11: davon vielleicht auch noch ein bißchen aber...
00:11:16: Also vielleicht müssen wir uns mal so'n bisschen definiturisch annähernden was das denn eigentlich sein soll.
00:11:21: Ich finde nur als kleiner Erfahrungsbericht ... zu Kooperation.
00:11:25: Ich habe lange in einer Familienprachenstelle gearbeitet, und da gab es natürlich immer Fälle... ... wo ich glaube über die thematische Relevanz sind, wo ich eigentlich das natürlich auch Konstellation gibt, wo Jugendliche psychische Auffälligkeiten haben
00:11:36: usw.,
00:11:36: aber wenn da mit dem... Das wurde eher wirklich über so ein Kooperationsmodell gelöst, dass man gesagt hat ja, dass da sind auch rechtliche Grenzen, institutionelle Grenzen und das muss letztendlich in anderen Systemen verortet werden.
00:11:48: Und wenn's dann eine Kooperation gab, muss ich aber ganz ehrlich sagen war die häufig extrem holbrig!
00:11:53: Das war überhaupt nicht ganz haltlich.
00:11:55: Also ich hab da nie was mitbekommen, was machen die jetzt in der Psychotherapie?
00:11:59: Die haben nicht mitbekommen, was mache wir bei uns im familientherapeutischen systemischen Setting?
00:12:04: also das ist schon auch irgendwo wenn man jetzt mal so ein ganzheitlichen Blick auf den Fall nimmt auch hier wo schräg
00:12:10: oder gefühl habe ich ja
00:12:11: auch und Ich finde auch was auch leider oft Jetzt bin ich sehr pauschalisieren vielleicht unterwegs aber was auch manchmal so isst PsychiaterInnen vielleicht gerade nochmal, das ist ja auch aus dem klinischen Kontext.
00:12:25: Da gibt es sicherlich auch ganz viele Studien zu.
00:12:27: wer hat eigentlich welche Machtquellen und da ist die soziale Arbeit oder Kinder- und Jugendhilfe nicht ganz weit oben leider angesiedelt sondern da entscheiden erstmal wieder jetzt sag ich noch mal Männer in weißen Kitteln
00:12:39: was natürlich daran liegt dass wir haben da eine Naturwissenschaft.
00:12:43: die beruft sich sozusagen auf nochmal andere Vielleicht handfestere Diagnose-Systeme, ne?
00:12:51: Ich sag mal die machen dann ja eine ganz ausführliche Anamnese mit hormonell, neurobiologisch.
00:12:58: Versuchen sozusagen Krankheitsbilder zu erkennen.
00:13:00: da gibt es dann auch wenig zu diskutieren.
00:13:02: erstmal bei der Diagnase dass man tatsächlich sowas kann das haben wir hier nicht.
00:13:06: Bei uns ist es ja so ein bisschen wischi waschi, überschwitz formuliert.
00:13:11: also sagen wir die einmal schon ein bisschen ein anderes naturwissenschaftliches Handwerkszeug da und haben dann eine Diagnose stehen.
00:13:20: Gut, das hilft auch erstmal keinem weiter ne?
00:13:22: Die Diagnosis ist dann da und wir wissen auch dass sozusagen ja Dinge auch miteinander zusammenwirken und unsere Wirkung usw.
00:13:30: Kursalität natürlich kann ich wenn nicht in deinem System mich wohlfühle ... da Selbstwirks- und Prezerfahrung machen, hat das natürlich Auswirkungen auch auf... ... Erfragung von Depressivität usw.
00:13:39: Ich kann das auch nicht tabletisch schmeißen.
00:13:42: Und so war es!
00:13:42: Da kommen wir dann ja wieder ins Spiel.
00:13:45: Und da sind ja auch dann also eigene Komplizierungs-Dynamiken die damit einhergehen.
00:13:50: Erwartungen wie gehe ich damit um wenn mich jemand sagt?
00:13:55: Ich habe eine Depression, ich kann sowieso nicht gut ausstehen.
00:13:59: Wie geht wird eigentlich damit umgegangen?
00:14:00: Wenn ich solche Diagnosen gestellt bekomme?
00:14:03: und wie kann man das gut auch ins Selbstbild wiederbringen?
00:14:08: Und wie kann ich damit einen guten Umgang finden wenn ich so eine Diagnose bekomme?
00:14:13: Das finde ich sehr spannend!
00:14:16: Ja, auf jeden Fall.
00:14:17: Gleichzeitig ich versuche noch mal so ein bisschen den Schwenk in Richtung des Definitorischen zu bekommen weil ich finde also was ihr so erzählt habt da könnte man ja wirklich die Idee bekommen.
00:14:24: macht es nicht doch Sinn dass wir quasi eigener profession doch auch eine klinische Expertise haben und sagen wir müssen das nicht alles an die übertreiben jetzt mal ne?
00:14:31: An die Männer in weißen Kitteln.
00:14:34: Den klingt jetzt auch komisch aber die abgeben sondern auch zu sagen Auch im Sinne der Familien auch der jungen Menschen und Jugendlichen macht es doch Sinn zu sagen Wir sollten auch fit sein wie das dann aussehen kann, auch in Studiengänge.
00:14:45: und so ist da noch mal eine andere Frage.
00:14:46: Weil ich finde es kann ja auch irgendwie nicht sein dass wir dann in der sozialen Arbeit irgendwie alles machen und alles mitbringen müssen.
00:14:51: Das ist natürlich auch schwierig.
00:14:53: aber lasst doch mal kurz auf die klinische Sozialarbeit schauen weil das Problem ist eigentlich kein gesetzlich definierter Begriff und auch also er taucht eigentlich eher so in diesem Diskurs der klinischen Sozialarbeit auf Und das SGW-Acht ist ja ganz anders angelegt.
00:15:07: Also wir hatten vorhin schon überlegt super Graf Das ist eine Einflugschneid, wo man sagt da gibt es auch viele psychiatrische Gutachten, die irgendwie in der Rolle spielen.
00:15:17: Ansonsten ist das doch alles sehr unklinisch!
00:15:20: Es gibt ja auch noch mal für unsere Zuhörerinnen sagen, dass Kinder und Jugendhöfe gesetzt sind.
00:15:25: Also nur kurz als Rückpolitik und jetzt hat sie noch den F-M-Dreißig A definiert.
00:15:30: vielleicht kannst du da auch nochmal kurz...
00:15:32: Ja, vielleicht können wir das zusammen ein bisschen um Eingliederungshilfen bei seelischen Beeinträchtigungen.
00:15:37: Das macht ja jetzt auch im Kontext der Inklusionsdebatte noch mal ein großes... ...wirft auch immer ein großes, macht ein großes Fass auf letztendlich.
00:15:45: Es war halt immer so dass wenn es irgendwie noch etwas braucht Unterstützung bei diesen Beeintrechtigung, dass da auch immer sehr stark psychiatrische psychologische Perspektiven über Gutachter und so weiter Stellungnahmen eine Rolle gespielt haben.
00:15:56: oder ist euch jetzt noch eine andere klinische Perspektive, so quasi SGB VIII oder sowas.
00:16:03: Also bei mir nicht?
00:16:04: Eigentlich nicht ne.
00:16:05: Also wenn also
00:16:06: zumindest nicht gekoppelt mit an Leistungen oder Leistungsempfang würde ich... Würde ich nee.
00:16:14: Also ich sag mal natürlich ist man immer im Kontakt dann auch in jedem Hilfen aber es braucht das nicht.
00:16:18: Also wir brauchen keine Diagnose um eine Unterstützung zu bekommen.
00:16:23: auf der anderen Seite haben wir natürlich schones Brauch einer Prüfung der Erziehungsfähigkeit und dann die Prüfungen, welche Hilfe am notwendigen Keignet erscheinen.
00:16:34: Aber nicht für die
00:16:35: offene Kinder- und Jugendarbeit?
00:16:37: Genau.
00:16:37: Für andere Bereiche
00:16:39: auch nicht.
00:16:40: Kita nicht.
00:16:41: Es ist eine Andere.
00:16:46: Der Anspruch der klinischen Jugendhilfe, ich habe es noch mal nachgeschaut, ist ja dass da wo die sozialpädagogischen Interventionen an Grenzen kommen... Aufgrund entsprechender Störungen oder Herausforderung im Verhalten der Kinder und Jugendlichen, da im Prinzip die klinische Jugendhilfe irgendwie ansetzen auch Angebote machen muss.
00:17:02: Und das kann, wenn ich mir ja so gewisse Träger angucke gerade im stationären Kontext, dann kann das ja eine Rolle spielen.
00:17:07: So wie ich weiß, ich habe irgendwie viele Kinder mit Traumatisierungen, postomatischen Belastungsstörungen, Depressionenverhaltensstörung
00:17:13: usw.,
00:17:14: Dann kann es doch auch... Jetzt können wir mal ein bisschen Richtung Chancen auch mal gucken, kann das nicht auch ne Chance sein?
00:17:19: Im Angebotsportfolio der Jugendhilfen zu sagen ist macht er eigentlich auch Sinn über die riesigen Gesprächen, wir gleich übrigens auch noch.
00:17:26: Macht das nicht auch vielleicht Sinn da ein Angebot zu haben?
00:17:28: Was auch breit ist statt... Wir hatten vorhin den Bildungsbus, irgendwann mal in der Folge also der Bildungs-Bus, der dann loszingelt und so habe ich jetzt den Therapie Bus, der ständig irgendwie zur niedergelassenen Psychotherapeutin aufbricht macht es nicht aus Sinn da entsprechendes Angebot vor Ort zu haben.
00:17:44: Definitiv aber die Frage ist dann trotzdem wer macht's denn?
00:17:47: Also an dem Ort verschiedene Disziplinen zusammenzuführen, dem kann sich schon viel abgewinnen.
00:17:53: Das jetzt sozusagen da nochmal die Rollen sich verändern, da habe ich schon gewisse Fragezeichen.
00:18:00: Es ist schon echt ein schwieriges Feld noch und ziemliches Dilemma.
00:18:09: also wie viel Wissen dazu braucht es?
00:18:17: Ja...
00:18:19: Schwierig!
00:18:19: Wir trinken erst mal eine Eigelbe.
00:18:20: Man
00:18:22: merkt das ist nicht so unser Thema.
00:18:24: Ich finde es gleichzeitig wichtig Dass wir darüber sprechen und ich
00:18:26: erlebe auch in der Praxis durchaus auch häufig Fachkräfte, die dem auch viel abgewinnen können.
00:18:33: Ist das nicht eine Diagnostik?
00:18:34: Ist es
00:18:35: nicht auch wieder das was wir eigentlich mit dem System schon nicht mehr wollten?
00:18:40: sich nach sehen, nach klaren Diagnosenklaren antworten.
00:18:44: Den Fall an die Wand nageln zu können und zu wissen wie sieht das Bild eigentlich aus?
00:18:49: Und wir
00:18:49: sehen das auch aktuell wenn man die fachpolitischen Diskussionen auf Bundesebene anguckt.
00:18:54: Stichwort achtzinter Kinder-und Jugendbericht.
00:18:58: da steht sogar im Titel drin der wird ja gerade geschrieben uns soll erscheinen es geht auch um Wirksamkeit und sobald wir in diese Richtung der Wirksamheit kommen Haben wir es natürlich schwierig, wenn wir noch mal in diese Folge zwei zurück Bildung denken.
00:19:12: Dafür stehen die Handlungsfelder auch ist deutlich schwieriger messbar und die klinische Perspektive erweckt zumindest den Eindruck dass sie für diese Wirksamkeitsfragen ja was anzubieten.
00:19:27: aber wenn wir ein Beispiel nehmen zum Beispiel auf Jugendfreizeiten so da haben wir natürlich häufig junge Menschen dabei die einen medizinisch verordnetes Medikament im Bereich ADS, Ritalin Medikinät, wie auch immer mitbekommen und wo sich dann ja die Frage darum dreht.
00:19:45: Wie gehen wir jetzt damit um?
00:19:47: So der junge Mensch selbst berichtet dieses Medikament hat Nebenwirkungen keine Ahnung Magenschmerzen oder ich bin irgendwie nicht so ganz da Und würde das gerne nicht nehmen.
00:19:58: Wir in diesem System haben die Möglichkeit zu sagen okay wenn die Eltern unter junger mensch dem Nichts abgewinnen können, das dort auch zu nehmen.
00:20:08: Sprich nichts dagegen, dass auf dieser Fahrt auch nicht zu nehmen.
00:20:11: Wenn der junge Mensch sagt für mich ist es ist das akzeptabel und ich sehe keinen positiven Effekt Und wir haben auch nicht das Gefühl, dass das den ganzen Rahmen dann sprengt Dann kann ich schon dem viel abgewinnen trotz so einer Diagnose Zu sagen Wir wählen dann anderen Weg und probieren da was aus In so einem schulischen Kontext, wo man dann noch irgendwie was lernen muss und in der Gruppe stelltezen muss.
00:20:32: Und da dieses System irgendwie reinpassen muss kann vielleicht ein junger Mensch dem auch etwas abgewinnen?
00:20:38: Aber das ist zum Beispiel so einen Bereich wo man ja unmittelbar damit konfrontiert ist mit dieser Perspektive.
00:20:44: Natürlich muss ich dann dieses Störungsbild diese Diagnose kennen und sehen.
00:20:49: wie äußert die sich und wo ist sie vielleicht dann auch irgendwie kompatibel mit Gruppenprozessen würde aber schon immer dafür argumentieren, wenn wir die Möglichkeit haben darauf zu verzichten hier dann ja why not.
00:21:00: Also... oder wie seht ihr das?
00:21:02: Also keine Ahnung ich kann so ein Beispiel finde ich das irgendwie.
00:21:08: Oder?
00:21:09: Ja also ich find's nach wie vor schwierig.
00:21:16: Man kann ja nochmal zusammenpassen wo es vielleicht... Wir nähern uns mal anders an und können ja mal gucken wo es Sinn macht und dann skizzieren wir noch einmal vielleicht auch Probleme sehen, weil gerade mit Kontexto, Therapeutisierung, Klinifizierung
00:21:27: usw.,
00:21:28: Störungsorientierung kann man das auch kritisch sehen.
00:21:31: Also ich glaube dass es natürlich irgendwo sinnvoll sein kann wenn es um Verhaltensproblematiken geht, wenn's um Traumatisierungen geht und vielleicht auch darum geht das pädagogische oder sozialpädagogisches Bewertungs- und Unterstützungsformat zu scheitern.
00:21:43: Weil immer wieder gerade im Hinblick auf das Beispiel stationäre Wohngruppe, wenn man immer wieder merkt mit den eigenen Konzepten kommen wir da nicht weiter Sondern wir müssen, also das merkst du ja auch in der Praxis.
00:21:53: Das ist ja hochgradig attraktiv.
00:21:56: Also ich weiß nicht wie eure Wahrnehmung so ist.
00:21:58: aber auch wenn ich in die Erziehungsbautologie... Da wollen alle klinisch arbeiten oder auch in einer stationellen Jugend für alle wollen da irgendwie tätig sein, weil sie sagen ne?
00:22:07: Da berufen sich die wenigsten auf pädagogische Konzepte manchmal, wie das Gefühl und ich glaube, da kann es natürlich Sinn machen Ein entsprechendes Angebot ist, was da auch entsprechend juglich unterstützen will.
00:22:19: Aber ich bleibe hänge immer an der Frage der Qualifikation.
00:22:22: Das merke ich immer wieder.
00:22:23: also wer macht es denn dann?
00:22:26: Und unsere Sozialarbeitende, ich würde sagen wahrscheinlich hier auch oder die wir ausbilden, die bilden mir für vieles aus aber nicht dafür dass sie Diagnosen überhaupt stellen können.
00:22:40: so Ich würde immer sagen meine Studierenden erkennen Grenzen an hoffentlich Dafür habe ich sie gut ausgebildet Aber nicht, dass sie Diagnostik machen können.
00:22:49: Also so klassische klinische Diagnostic meinst du jetzt?
00:22:52: Ja weil dieses biopsychosoziale Modell wird ja auch breit rezipiert in der klinischen Jugendhilfe und auch in der Klinischen Sozialarbeit.
00:22:57: und da frage ich mich auch manchmal also könnte ich das jetzt quasi meine Ausbildung eine biologisch angehauchte Diagnastik oder eine psychologisch eingehauchten Diagnistik machen?
00:23:10: ist das meine
00:23:11: Aufgabe?
00:23:13: Ist mal ernsthaft gefragt.
00:23:15: Ich glaube, eigentlich nein.
00:23:16: Also du bist ja nicht für qualifiziert und das ist dann auch eine Gefährdung eigentlich oder?
00:23:20: Ja aber ich glaube aus dem Diskurs heraus würden die Leute schon sagen... ...die klinische Sozialarbeit machen, die können das.
00:23:26: also sie können es quasi.
00:23:27: Und dann finde ich auch die Abgrenzung.
00:23:29: und da sind wir beim Thema Multi-Profissionalität und dieses Kooperationsmodell.
00:23:33: Da arbeite ich mit Leuten zusammen, die das einstägig können Aber es hat ja auch so'n bisschen so einen Anspruch von Naja.
00:23:39: eigentlich kann die soziale Arbeit jetzt irgendwie alles auch die Sachen, die eigentlich jetzt Psychologin machen müssten.
00:23:46: Ich bin so hin und her gerissen.
00:23:47: ich sehe die Vorteile in Sinne einer ganzheitlichen Fallbearbeitung vielleicht eher ohne diese institutionellen rechtlichen Schnittstellen und Steuerbarsteilen auf der anderen Seite.
00:23:55: freu mich auch echt.
00:23:56: ist das eigentlich unser Job?
00:23:58: Wahrscheinlich müssen wir...ich kann mir vorstellen weiß ich nicht wenn jetzt Psychiologen oder Psychotherapeuten mit am Tisch sitzen würden würden sie vielleicht auch deutlicher sagen wo Sie an Ihre Grenzen kommen und würden auch sagen diagnostik schön oder gut die haben wir jetzt.
00:24:13: Aber daraus resultiert nicht unbedingt gleich ein ... Ein Behandlungsplan oder irgendwie sowas, ne?
00:24:20: Also, wenn du diese Diagnose dann hast und die vielleicht hilfreich ist um Dinge einzuschätzen.
00:24:27: Ist die... Die Lösung in diesem Bereich ja häufig dann doch eine pädagogische.
00:24:32: Die, die auch nicht leisten können.
00:24:33: also wenn wir zum Beispiel den Klinikalltag angucken Dann ist ja eine große Herausforderung schon die Anschlussperspektive nach so einem CHP-Aufenthalt Wo sehr viel Luft nach oben noch ist wo die Systeme noch nicht so verschränkt zusammenarbeiten.
00:24:49: So, also eine Brauchung in der sozialen Arbeit im Handlungsfeld dann schon ein deutliches Wissen glaube ich zu diesen Dingen, Grundwissen dazu?
00:24:58: Bei Diagnose dann andere und sobald es wieder an die Unterstützung geht, die gleichberechtigteste Zusammenarbeit.
00:25:10: Also ich sage mal selbstverständlich, dass ich eine Diagnosis habe, ja gut!
00:25:13: Was machen wir da?
00:25:13: Wir können ja irgendwie clean ingen oder Medikamente oder sowas.
00:25:17: Also es geht ja dann auch darum zu gucken, was ist denn die Unterstützung?
00:25:20: Die ist ja nicht immer Therapie!
00:25:23: Dann können wir noch mal über so kritische Sachen sprechen, weil ich finde... ...die Gefahr ist doch durchaus das eine klinische Orientierung nachher, die ganze Kinder- und Jugendhilfe aber zumindest die Arbeitsfelder, die auch klinischer Eilenflugschneisen haben sehr stark dominiert in den Perspektiven und Theorien und Konzepten, die da angelegt werden.
00:25:41: Das wäre gerade schon gehört Wirkungsorientierung.
00:25:44: Also da geht es ja dann schon relativ schnell in so eine Richtung.
00:25:46: Von sind das denn auch alles wirksamkeitsgeprüfte Verfahren und so?
00:25:50: Und du hast ja auch gerade schon gesagt, in gewissen Kontexten, grad wenn es um Bildung geht Erziehungen oder Entwicklung kann man ja auch nicht mehr... also da gibt's dieses Harte meistens gar nicht weil das ja auch so betriebsd unterschiedlich ist ob jetzt irgendwie was funktioniert.
00:26:01: Was wirkt!
00:26:02: Wenn ich aus der adressatenden Perspektive denke, dann muss man sich doch fragen, was wirkt für wen?
00:26:08: und gibt es das überhaupt?
00:26:09: oder können die das überhaupt erkennen und sehen ... ist es hilfreich, da hinzuschauen.
00:26:15: Ja genau und bei gewissen Sachen macht's das wahrscheinlich schon, ne?
00:26:18: Also ich möchte jetzt auch nicht unbedingt in einer stationären Jugendhilfe mit jemandem ... ... dazu tun haben der wirklich hochgradige posttraumatische Belastungsstörung hat... ... und ich hab nix im Repertoire also fachlich gesehen.
00:26:29: Ja!
00:26:29: Also die schließen auch eine Leckhund können,... ...also es braucht die multiprofisselle Zusammenarbeit finde ich an der Stelle
00:26:35: Absolut und gleichzeitig ist ja auch das, was Olli gesagt hat.
00:26:38: Die Alltagsbegleitung bleibt trotzdem bei den pädagogischen oder sozialpolitischen Personal hängen.
00:26:43: also insofern könnte es ja auch wiederum ein Priori dafür sein.
00:26:45: eigentlich müssten alle Sozialpädagogen je nach Arbeitsfeld dann doch irgendwie eine klinische Expertise.
00:26:51: Ja ich sag mal eine Klinische-Expertise ist ja nochmal das ein aber ein klinisches therapeutisches Handeln, da ist mir das halt auch noch zu schwammig was jetzt genau klinisch Jugendhilfe dann genau ist.
00:27:03: Ich glaube schon, dass wir Luft nach oben haben.
00:27:05: Noch mal was so eine klinische Perspektive angeht?
00:27:07: Die ist vielleicht auch nicht so deutlich präsent weil wir halt zu dieses pädagogisch Bildungsbildung, ich sag mal Bildung, Erziehung oder die heißt das Bildung der Betreuung diese Perspektiven ihr wisst ja was ich meine haben und da Entwicklung sozusagen was es sowas so landfristig angelegt ist.
00:27:30: aber es ist halt schon auch irgendwie Ja, ich sage mal eine große Herausforderung da irgendwie in diesem Feld.
00:27:41: Ein bisschen Ratlosigkeit.
00:27:44: Ja weil wir auch kleine abschließende Antworten an der Stelle finden und wenn wir noch einmal an diese systemische Folge denken natürlich sehr stark aus unserer aus unserer Berufsbiografie argumentieren.
00:27:52: Das gemacht werden Leute geben die immer schon klinisch im klinischen Bereich tätig waren und sagen das geht gar nicht anders.
00:27:58: Die sagen dass dieses systemische Sichtweise da völlig wie er ist und dass es mehr Fakten braucht.
00:28:04: Und dass Menschen mehr nach Faktern auch funktionieren, das ist natürlich spannend.
00:28:10: Ja ein Diskurs, den wir nicht abschließend auflösen können.
00:28:14: aber natürlich glaube ich konnten wir jetzt mal so'n bisschen an diskutieren wo's da Chancen und Grenzen einfach gibt.
00:28:21: Ich finde Olli du könntest noch was Aneklotisches einbringen.
00:28:23: Du hast ja immer erzählt von The Hothold.
00:28:24: Du hasst doch mal erzählt... ...
00:28:29: Berührungspunkte, sag ich mal so.
00:28:31: Aber das war ja keine Kooperation also... Ich habe mehrfach junge Menschen erlebt die... Wie jeder weiß es zu sagen?
00:28:37: Also viele ganz vielen natürlich sozusagen die in den stationären Bereich verlassen haben und dann ambulant durch Jugendhilfe weiter begleitet wurden teilweise vorher auch schon bestanden.
00:28:48: da hätte ich mir mehr Zusammenarbeit gewünscht.
00:28:51: Teilweise funktioniert dieses System auch so ein bisschen star.
00:28:54: Also ich hab mal einen Beispiel ist ein junger Mensch der hatte von uns oder vom Meer ambulante Hilfe bei der Erziehungsbeistand.
00:29:01: Und war psychotherapeutisch ambulant versorgt und hatte da so einen Antisoizidvertrag mit der Therapeuten gemacht.
00:29:09: Der sah verschiedene Stufen vor.
00:29:11: an wen dieser junge Mensch sich wenden sollte, wenn er das Gefühl hat es geht nicht mehr.
00:29:15: ich möchte ihm das Leben nehmen.
00:29:18: Ohne gefragt zu werden war auch eine Stufe innerhalb dieses Ablaufs.
00:29:21: Ich glaube an Position drei war ich erst die Person dann die Person und Nummer drei ist ich rufe Olli an Und ich erinnere mich noch genau daran, dass das war dann irgendwie so ein Freitagabend.
00:29:33: Keine Ahnung, neunzehn-zwanzig Uhr, Diensthändi klingelte ... Dieser junge Mensch berichtet eigentlich ... Ich hieß Antisozietvertrag, ich melde mich bevor ich irgendein Scheiß mache!
00:29:42: Nicht dann wenn ich schon gemacht habe... Ja, ich bin leider rangegangen oder was jetzt?
00:29:45: Leider war gut und so.
00:29:47: aber da hatte der schon ... ich glaube zwanzig Ibus sich reingeknallt.
00:29:53: Und ich war die einzige Person, die plötzlich das jetzt wusste.
00:29:57: Und was macht man dann gut?
00:29:58: Natürlich erst mal Giftennudruf angerufen, informiert.
00:30:01: ist das jetzt ein Problem.
00:30:02: Die sagten ne den wird nur übel.
00:30:06: aber es war natürlich auch klar dass wir an diesem Abend noch einen Ausflug zur KJP machen in der Hoffnung dass er da aufgenommen wird.
00:30:14: und Es war dann irgendwie schon keine Ahnung zehn elf Uhr bis wir da irgendwie eintrudelten und die Bereitschaftsärztin fragte dann ja wie sieht's denn jetzt aus?
00:30:25: Wie stark ist das Bedürfnis, Uzzan Dias Leben zu nehmen und auf einer Skala von eins bis zehn oder so?
00:30:32: Der sagt dann irgendwie sieben.
00:30:34: Und dann hat die gesagt okay wie viel war es vorher, sagte er neun.
00:30:41: Nehmen wir dich jetzt nicht auf, ihr könnt wieder fahren.
00:30:44: Und dann saßen wir bei Mackis ... Also Fastfood-Werbung gemacht.
00:30:49: Haben danach noch zusammengesessen und ich meine Aufgabe war dann wieder das Ganze aufzugreifen weil es natürlich ein heftiger Abend war.
00:30:58: Die diagnostisch-therapeutische Einschätzung war nicht eine Aufnahme wie der zurückverwiesen in den Apollon zu sein pädagogischen Bereich.
00:31:08: War das so ne Anekdote wie du?
00:31:10: Ich meinte eigentlich, das ist aus den USA.
00:31:12: Aber es ist auch gut.
00:31:13: Ach so, aus den USA!
00:31:14: Nee, weil ich glaube abschließend könnte man ja schon noch mal darauf hinweisen dass natürlich auch total viel damit zu tun hat wie ich soziale Arbeit denke Also wie der Fachdiskuss um Soziale Arbeit ist, und er ist auch deutsch
00:31:23: geprägt.
00:31:24: Also ich sag mal da wer in den USA ist natürlich dieses Kliniker.
00:31:26: Social Work schon spielt eine ganz große Rolle gerade auch im Bereich Kinderschutz.
00:31:30: die sind ja fast aber es sind ganz andere Rollen ne?
00:31:32: Die sind ja also fast in so einer Polizeivariante CBS oder CBC oder wie auch immer.
00:31:36: die heißen diese Child Protection Service da.
00:31:38: Bedford, GoodCorp gibt's doch
00:31:39: nicht
00:31:40: mehr.
00:31:40: Ja
00:31:40: die gehen mit der Polizei in die Familie haben so eine Marke dann da will ich das gar nicht hier haben.
00:31:48: Also, die sind ja in ihrer Ausrichtung schon sehr stark so geprägt.
00:31:53: Das spielt dieses Clinical Social Work schon eine große Rolle.
00:31:57: Da haben wir hier im deutschen Diskurs und in der Entwicklung glaube ich schon eine andere Linie, die ich sehr viel abgewinnen kann.
00:32:03: mit Blick auf die Uhr.
00:32:05: Haben jetzt zwei Anekdoten also Anek-Dote und eine Information.
00:32:08: Ich bin gespannt wie sich das in Deutschland weiterentwickeln wird.
00:32:10: Ich glaube schon dass wir mehr davon hören werden.
00:32:12: Glaub' ich auch
00:32:14: mal gucken Ja, na.
00:32:16: Aber wir
00:32:17: lauschen jetzt erstmal Janas Abschussfrage und gucken mal wie sich es weiterentwickeln wird?
00:32:23: Ja ich hänge immer noch so ein bisschen an der Frage danach wann das Diagnose hilfreich war nicht und ich würde gerne andere Zuhörende fragen Wann war's das letzte Mal hinterlich dass ich in Schubladen sehr gedacht habe Und dann hab' ich mir das bewusst gemacht dass es gerade hinterlich ist.
00:32:46: Ich merkt, es ist immer deep bei uns.
00:32:48: Es geht immer deep rein.
00:32:51: Voll rein?
00:32:52: Voll!
00:32:53: Also ich hänge immer noch bei dem Eier die Köhe vom letzten Folge.
00:32:58: Das muss nicht verarbeiten.
00:33:00: Dass Olli den einfach ausgetrunken hat und du den nicht bekommen hast...
00:33:05: Nee das wird nicht wissen was drin war aber egal.
00:33:07: Aber Olli er hat ihn gerne getrunken.
00:33:08: Ja
00:33:09: schmeckt doch auch sehr lecker.
00:33:10: Das Glas war halt voll.
00:33:13: Damit fangen wir jetzt nicht dran.
00:33:14: in diesem Sinne ab.
00:33:15: Schönen Tag euch!
00:33:16: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:33:18: Danke,
00:33:18: bis bald.
00:33:19: Ciao.